Wie pflanzt man Stauden richtig? Welche Pflanzen kommen auch mit trockeneren Bedingungen zurecht? Und warum sind blühende Stauden so wertvoll für Bienen und andere Insekten? Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion im Schwarzacher Stadtpark konnten 13 Kinder genau das nicht nur erfahren, sondern direkt selbst ausprobieren.
Am 7. September 2026 durften wir von Pflanzen Weiglein eine schöne Pflanzaktion im Schwarzacher Stadtpark begleiten. Gemeinsam mit dem Grünen-Ortsverband und vielen fleißigen kleinen und großen Helferinnen und Helfern wurde ein bestehendes Staudenbeet neu bepflanzt und damit für die kommenden Jahre aufgewertet.
Mit dabei waren 13 Kinder, drei Betreuer des Grünen-Ortsverbandes sowie drei Großeltern, die ihre Enkelkinder begleiteten. Von Pflanzen Weiglein unterstützte unsere Kollegin Jasmin Braun die Aktion mit ihrem Fachwissen und begleitete die Kinder bei der Pflanzung.
Die richtige Pflanzenauswahl für den Standort
Bereits im Vorfeld durften wir bei der Zusammenstellung der geeigneten Pflanzen unterstützen. Gewünscht waren vor allem blühende, insektenfreundliche und möglichst trockenheitsverträgliche Stauden, die sich langfristig gut entwickeln und dem Beet mehr Struktur und Blütenvielfalt verleihen.
Für das rund 14 × 4 Meter große Beet stellten wir deshalb eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedener Stauden zusammen. Dazu gehörten unter anderem Astern, Prachtkerzen, Bartblumen, Blauraute, Witwenblumen, Fetthenne, Frauenmantel, Mädchenauge, Eisenkraut, Salbei und Sonnenhut. Zusätzlich wurden zwei Kletterpflanzen für die vorhandene Pergola eingeplant.
So soll sich das Beet künftig über einen langen Zeitraum abwechslungsreich präsentieren und gleichzeitig Bienen und anderen Insekten ein attraktives Nahrungsangebot bieten.
13 Nachwuchsgärtner packen mit an
Bevor es an die Schaufeln ging, erklärte Jasmin den Kindern zunächst, worauf beim Pflanzen geachtet werden muss und wie der gemeinsame Ablauf funktioniert.
Anschließend durften die jungen Gärtnerinnen und Gärtner selbst aktiv werden. Gemeinsam wurden die Pflanzen zunächst auf dem Beet verteilt. Nachdem für jede Staude der richtige Platz gefunden war, begann das Einpflanzen.
Und dabei zeigte sich schnell: An Motivation mangelte es nicht. Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache und halfen tatkräftig mit, das Beet Stück für Stück neu zu gestalten.
Natürlich gehört zu einer gelungenen Pflanzung auch das richtige Angießen. Deshalb griffen die Kinder anschließend selbst zu den Gießkannen und versorgten ihre frisch gesetzten Pflanzen mit Wasser.
2.600 Liter Wasser für einen guten Start
Gerade bei einer Pflanzung im Spätsommer ist eine ausreichende Wasserversorgung besonders wichtig. Während der Aktion standen zunächst rund 600 Liter Wasser aus einem privaten Brunnen zur Verfügung.
Zum Abschluss kam zusätzlich der Bauhof der Gemeinde vorbei und wässerte das komplette Staudenbeet noch einmal mit rund 2.000 Litern Wasser. Damit bekamen die frisch gesetzten Pflanzen die besten Voraussetzungen für einen guten Start an ihrem neuen Standort.
Nach rund zwei Stunden waren die Pflanzarbeiten geschafft.
Pflanzenwissen zum Anfassen
Uns war bei dieser Aktion besonders wichtig, dass es nicht nur ums Pflanzen geht. Die Kinder sollten auch verstehen, warum bestimmte Pflanzen ausgewählt wurden und welche Bedeutung eine abwechslungsreiche und insektenfreundliche Bepflanzung für unsere Umwelt hat.
Deshalb nahm sich Jasmin nach getaner Arbeit noch einmal Zeit, verschiedene Pflanzen vorzustellen und den Kindern deren Besonderheiten näherzubringen.
Nach einer kleinen Stärkung mit Getränken und Keksen ging es sogar noch weiter: Kräuterpädagogin Annemarie Burger zeigte den Kindern verschiedene Wildkräuter auf der Wiese hinter dem Staudenbeet. So wurde aus der Pflanzaktion gleichzeitig ein kleiner, abwechslungsreicher Naturerlebnistag.
Wir freuen uns, solche Projekte unterstützen zu dürfen
Nach drei Stunden ging ein schöner Nachmittag im Schwarzacher Stadtpark zu Ende – mit schmutzigen Händen, vielen neuen Eindrücken und einem frisch bepflanzten Staudenbeet.
Für uns bei Pflanzen Weiglein sind solche Aktionen etwas Besonderes. Denn wenn Kinder selbst eine Pflanze in die Hand nehmen, ein Pflanzloch ausheben, die Staude einsetzen und anschließend angießen, entsteht ein ganz anderer Bezug zu Pflanzen, Natur und Umwelt.
Gleichzeitig freuen wir uns, wenn wir unser Fachwissen auch außerhalb unseres Gartencenters einbringen und damit Projekte in unserer Region unterstützen können.
Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb dem Grünen-Ortsverband für die Organisation, allen beteiligten Helferinnen und Helfern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde sowie natürlich den 13 Nachwuchsgärtnerinnen und Nachwuchsgärtnern, die mit so viel Begeisterung bei der Sache waren.
Wir sind schon gespannt, wie sich das Staudenbeet entwickelt – und hoffen, dass die Kinder bei einem ihrer nächsten Besuche im Stadtpark stolz sagen können:
„Das haben wir gepflanzt!“













