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Untersambacher Straße 10
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  • Pflanzen Weiglein, Geesdorf Wiesentheid
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Ein Garten darf ruhig pflegeleicht sein

Bestimmte Pflanzen, insbesondere die exotischen Arten, bedürfen regelmäßig eines hohen Aufwandes an Pflege. Wer die Ästhetik der fantastisch duftenden Edelrosen liebt und sich seinen Garten ohne sie nicht vorstellen kann, sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese sehr empfindlich und pflegeaufwendig sind. Insbesondere der zeitgerechte Beschnitt, das regelmäßige Bewässern, die Düngung und die Bodenbearbeitung sind keine Aufgaben, die sich im Vorübergehen erledigen lassen. So mancher liebt es, in seinem verlängerten Wohnzimmer eine kleine Gartenschau in Form von Themengärten zu veranstalten. Da finden sich Steingärten in Kombination mit Teichanlagen oder kleinen Bachläufen, Staudenrabatten stehen im Wettbewerb mit Rosenbeeten oder eine kleine wohlgeformte Fichte befindet sich um Blicke werbend inmitten eines  japanischen Gartens.   Kurz gesagt, es gibt eine Vielzahl fantastischer Blumen, Sträucher oder Bäume, die jeden Garten zu etwas Besonderen machen können, die aber etwas Wesentliches dafür als Preis einfordern: Zeit. 

Wie pflegeleicht darf eigentlich ein Garten sein, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, „ungepflegt“ oder gar „verwahrlost“ zu sein? Ist die bunt gemischte Blumenwiese im Vergleich zum gepflegten englischen Rasen ein Angriff auf das Ordnungsbewusstsein eines jeden Gärtners oder ein nachbarschaftlicher Affront, weil sich das eigene Reich einer ständigen Bedrohung durch Flugsamen ausgesetzt sieht? Ist es anmaßend, wenig Zeit für die Gartenarbeit investieren, aber gleichzeitig eine Wohlfühloase haben zu wollen?

Um gleich einem Irrtum vorzubeugen: Pflegeleicht, heißt nicht ohne Pflege und hat mit Verwahrlosung auch denkbar wenig zu tun. Pflegeleicht heißt lediglich, soviel Zeit für Gartenarbeiten zu investieren wie  verfügbar ist.  Von daher bestimmt ein jeder selbst, was er für pflegeleicht hält. An den Notwendigkeiten kommt aber auch der beste Zeitsparer nicht vorbei.
Pflanzen benötigen wie alle Lebewesen Wasser und haben dabei sehr spezifische Umsetzungsbedingungen. Dabei bestimmen sie den Rhythmus des Wasserbedarfs. So gibt es sehr anspruchsvolle Pflanzen, denen häufig Wasser zugeführt werden muss und andere, die längere Zeiträume aushalten können. Normalerweise stellt die Natur diese Mittel bereit, doch zuweilen lässt auch sie sich Zeit damit. Dann müssen wir Menschen aktiv nachhelfen. Und das hat neben den Kosten für die Wasserbereitstellung nun einmal den Preis Zeit.

Unkraut  gehört zu den unschönen Begleiterscheinungen der Gartenpflege, denn etwas Aufwendigeres als das Jäten dieser zähen Überlebenskünstler gibt es kaum. Hier kommt dem Faktor Zeit eine ganz besondere Bedeutung zu. Ist sie begrenzt, ist die Niederlage schon vorgezeichnet. Dies gehört zu den weniger schönen Aspekten der Gartenpflege.
Wie alle Lebewesen brauchen auch Pflanzen einen Halt. Für sie ist es der Boden, in den sie ihre Wurzeln schlagen, über den ihr Nährstoffe zugeführt werden und der ihr das notwendige Wasser speichert. Das bedeutet Aufwand, denn oft  muss der Boden aufgelockert, notfalls mit Nährstoffen angereichert und überarbeitet werden.

Wenn man von Garten spricht, hat man immer auch bestimmte Ordnungsmerkmale vor Augen. So nutzen wir Beete, Wege, Wasserstellen oder –läufe, Rasenflächen, Bäume oder Sträucher zur Raum- und Sichtbegrenzung. Sie sind Ausdruck unserer Kreativität, immer aber auch Opfer besagter Naturkräfte, sei es nun durch abgefallenes Laub, das sich auf Wasseroberflächen sammelt, Beeteinfassungen, die ein Platzregen fortgespült, oder Wege, die von Pionierpflanzen belagert werden, als gäbe es sonst keinen nutzbaren Boden.  Diesen ständigen Anfechtungen können wir nur eines entgegensetzen: Zeit, die wir benötigen, um unsere Ordnung wieder herzustellen.
Ein Garten ist für die meisten nur dann von Wert, wenn sie sich als Teil von ihm fühlen können. Hier eine kleine Sitzecke, dort eine kleine Bank im Schatten einer Kletterrose, dort eine Terrasse mit ansprechendem Mobiliar, um beim richtigen Wetter ein Leben im Freien zu genießen. Stressig wird es aber, wenn schon die Angst vor dem nächsten Wolkenbruch zu heftigen Aktivitäten führt, das Hab und Gut vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Und wer gestresst ist, entspannt nicht. Genau das sollte aber Zweck eines Gartens sein. Wohl dem also, der sich bis zu den ersten Regentropfen wohlig auf einer Liege räkelt und nach einem Wolkenbruch auf den Dampfstrahlreiniger verzichten kann, um die Terrasse wieder auf Vordermann zu bringen.
Genau um diese wesentlichen Faktoren geht es, wenn wir uns mit einem pflegeleichten Garten beschäftigen. Es ist die Pflanze selbst mit ihrem spezifischen Pflegebedarf, ihrer Bewässerung, der Unkrautbeseitigung, der Bodenbearbeitung einschließlich der Düngung, der Gartenordnung und der Gartenausstattung mit Lebensbereichen für den Nutzer. All dieses muss in einer sinnvollen Form so kombiniert werden, dass sich der Aufwand stets in überschaubaren Grenzen hält. Wie gesagt, es kann nicht darum gehen, keine Zeit mehr für den Garten aufwenden zu müssen. Aber wir sollten den Zeitbedarf auf unsere Möglichkeiten ausrichten. Dabei ist es wie überall im Leben: Ohne Investitionen werden wir keinen Ertrag haben oder anders gesagt: Ohne Geben kein Nehmen. 

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