Bereits in der Antike wurde die Rose als Königin der Blumen von Dichtern besungen und wegen ihrer betörenden Schönheit verehrt. Soviel Grazie und Anmut will umsorgt sein. Wie man Rosen beschneidet, sie düngt und verwelkte Köpfe entfernt, erfahren Sie hier.
Für den Schnitt von Rosen gilt es, einige Grundprinzipien zu beachten, auch wenn es vom Typ abhängt, wie stark und in welcher Höhe geschnitten wird. Dass man dabei Handschuhe tragen sollte, ist eher einigen unschönen Erfahrungen geschuldet, dass aber auch das Schneidwerkzeug besonderer Eignung bedarf, ist selbstverständlich. Wichtig ist, dass die Gartenschere scharf ist, damit sie keine Risswunden an den empfindlichen Stängeln verursacht. Bei holzigen Stümpfen kann auch eine Gartensäge von Nutzen sein.
Grundsätzlich muss der Schnitt schräg und glatt etwa 5 mm über einem Auge, das in die Richtung weist, in die der neue Trieb wachsen soll, geführt werden. Dabei setzen Sie die dünne Klinge der Gartenschere knapp über dem Auge an. Ist der Schnitt zu weit vom Auge entfernt, führt dies häufig zum Absterben. Wenn kein ruhendes Auge vorhanden ist, wird auf die entsprechende Höhe zurückgeschnitten.
Entfernen Sie die kranken oder abgestorbenen Triebe grundsätzlich immer soweit, bis Sie auf gesundes, weißes Mark treffen, notfalls auch bis zum Grund der Pflanze. Auch überkreuzte Sprosse, die das Wachstum der Haupttriebe behindern könnten, müssen entfernt werden. Nur so hat die Pflanze die Möglichkeit, ihre ganze Energie auf das Wachstum dieser produktiven Triebe konzentrieren zu können. Zudem verhindert eine verbesserte Luftzirkulation Krankheiten.
Bei korrekten, glatten Schnitten bildet sich über der Wunde eine natürliche Schutzschicht. Hier braucht man nicht einzugreifen. Allerdings sind Schnittstellen immer auch Eintrittstüren für viele Krankheitserreger, so dass Sie bei großen Wunden ein Wundverschlussmittel verwenden sollten.
Geschnitten wird immer nur dann, wenn die Pflanze sich in einer Ruhephase befindet. Das ist zwischen dem Laubfall im Herbst und dem Neuantrieb im Frühjahr der Fall. Niemals darf man bei Frost schneiden, da hier regelmäßig die Augen unter dem Schnitt beschädigt werden und der Spross danach abstirbt.
Nahezu alle neugepflanzten Rosen bedürfen eines strengen Rückschnitts, damit sich kräftige Triebe und Wurzeln entwickeln können. Eine Ausnahme bildet hier die Kletterrose, die im ersten Jahr nur einen schwachen Schnitt zum Entfernen abgestorbener oder beschädigter Sprosse erhält. Bei einem nicht so nährstoffreichen Boden sollte der Schnitt weniger kräftig ausfallen, dafür aber die Düngung intensiviert werden.
Rosen brauchen sehr viele Nährstoffe und können daher auch ein gut präpariertes, mit Nährstoffen angereichertes Beet auslaugen. Da durch Regen auch viele Mineralsalze ausgespült werden, benötigt die Pflanze regelmäßig einen Dünger mit den wichtigsten Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphat und Kalium, sowie ein ausgewogenes Maß an Spurenelementen. Hier sollten Sie sich unbedingt von unseren Fachkräfte beraten lassen.
Nach dem Frühjahrsschnitt wird um jede Rosenpflanze eine Handvoll Voll- oder Mehrnährstoffdünger leicht in den Boden eingearbeitet. Der Stamm der Pflanze muss dabei frei bleiben. Diese Düngung wird nach der Sommermitte wiederholt, wenn die Rose eine zweite Blüte hervorbringt.
Im Frühherbst kann der Einsatz von Sulfat und Kali in einer Dosis von etwa 75 Gramm auf den Quadratmeter erfolgen. Dies beschleunigt die Reife später Triebe und schützt diese so rechtzeitig vor der Ruhephase.
Da bei anhaltender Trockenheit oder bei besonders kalkhaltigen Böden die Pflanzenwurzeln nur sehr schwer Nährstoffe aufnehmen können, kann der Einsatz einer Blattdüngung von Nutzen sein.
Gerade bei Topfrosenpflanzen ist das Nährstoffsubstrat meist sehr rasch aufgebraucht. Daher sollte dieser Verlust während der Wachstumsphase durch ein oder zwei Blattdüngungen und durch eine Düngung mit Flüssigdünger ausgeglichen werden. Hierzu beraten wir Sie gerne.
Entfernen Sie die verwelkten Blütenköpfe, denn diese behindern die Entwicklung junger, neuer Triebe und weiterer Blüten. Einige Rosenarten bilden Hagebutten, die schön aussehen, aber der Pflanze auch erheblich Lebenskraft entziehen. Sollten Sie keinen Wert auf diese Hagebutten legen, müssen Sie unbedingt abgestorbene Blütenköpfe entfernen.
Da Sie im Herbst verhindern sollten, dass sich noch vor dem ersten Frost neue und damit gefährdete Triebe entwickeln, unterbleibt dann das Entfernen verwelkter Blüten.