Der Hibiskus – exotische Blütenpracht für Jedermann

Hibiskus Malve
Hibiskus Malve

Man belegt ihn mit wohlklingenden Namen wie „Duc de Brabant“ oder „Blue Chiffon“, in China ist er ein Symbol für Reichtum und Macht, malaysische Frauen tragen seine Blüten zu festlichen Anlässen im Haar und auf Hawaii ist er Nationalblume.   
Es scheint als sei der Hibiskus mit seinen 300 Arten fast auf der ganzen Welt verbreitet, fühlt sich aber offensichtlich dort besonders wohl, wo die Sonne zu Hause ist. Da kommt es nicht von ungefähr, dass er bei so manchem Betrachter Urlaubsgefühle weckt. Die zahlreichen Arten bieten denn auch eine schier unerschöpfliche Farbvielfalt.
In unseren Breiten ist der nahezu winterharte Strauch- oder Garteneibisch wohl der bekannteste unter den Hibiskusarten. Er erfreut sich deshalb einer großen Beliebtheit, weil er just dann in voller Blütenpracht steht, wenn nur wenige andere Blumen oder Stauden blühen. Zwischen Juli und September zeigt er sich in voller Blüte, also gerade in den Sommerferien, wenn das Fernweh am größten ist.
Aus den getrockneten Blütenkelchen des Hibiskus wird fast überall auf der Welt ein wohlschmeckender Kräutertee hergestellt. In Ägypten und im Sudan hat dieser als Karkadeh eine lange Tradition, in Mexiko trinkt man Agua de Jamaika, im Senegal wird er gesüßt und als Bissap kalt serviert, in anderen Regionen gar zu Eis gefroren.
Dem Hibiskus wird als eines der Malvengewächse nachgesagt, dass er schon seit der Antike als Heilpflanze geschätzt wird. Er hatte den Ruf eines Allheilmittels. Doch auch heute noch wird Hibiskustee insbesondere bei Husten und Heiserkeit zur Wirkung gebracht. Bei Magen- und Darmbeschwerden soll ein Sud helfen, der durch Ansetzen von 25g Blüten in einem halben Liter Weißwein gewonnen wird.
Manchmal reicht aber auch  nur ein wenig Ruhe, die schon Wunder wirken kann, vielleicht mit wohlwollendem Blick auf die exotische Blütenpracht des Hibiskus im heimatlichen Garten bei einem gemütlichen Glas Weißwein.